Improvisations Lick #01

Unser erster Improvisations-Lick basiert auf Dreiklängen. Die Idee ist Folgende:
Spielt man über einen C-Dominant-7-Akkord das Arpeggio von C-Dur bekommt man die Funktionstöne: Grundton, Terz und Quint. Durch Verschiebung dieses Dreiklangs um eine verminderte Quint, auch als Tritonus bekannt, klingen nun die Tensions b9, #9 und b5.

Aufgrund der Fülle von alterierten Tensions eignet sich dieser Lick ideal um einen alterierten Sound auszudrücken. Die Mischung zwischen der eher „brav“ klingenden Basis-Akkordtönen und der schlagartige, aggressiv wirkende Sound von dem zweiten Dreiklang macht diesen Lick zu einer meiner persönlichen Favoriten.

Nachdem sich die C- und Gb-Dur-Dreiklänge abgewechselt haben, habe ich hier den Lick auf einen Akkordton von C-Dur aufgelöst. Im ersten Beispiel wird die Tension „b9“ auf den Grundton von C-Dur also „c“ aufgelöst.
Da ich ein großer Verfechter der Hybrid-Picking-Technik bin, habe ich so genannte „Rolls“, eine ständige Abwechslung von Downstroke-Mittelfinger-Ringfinger, für die rechte Hand notiert. Natürlich kann man hier problemlos Wechselschlag oder die Sweeping-Technik anwenden.

hybrid picking dominant 7 lick 01

Um das Maximum für dieses Lick herauszuholen, habe ich dieses musikalische Konstrukt genommen und weitere Möglichkeiten, in dem ich anstatt beginnende in Grundstellung nun auch die anderen zwei Umkehrungen genommen habe, notiert. Somit entstanden die Variationen A und B.

Variation A:

hybrid picking dominant 7 lick 01 Variation A

Wie schon oben beschrieben, starten wir nun mit der II.Umkehrung des Dreiklangs. Aufgelöst wird dann auf die Quint. Die rechte Hand bleibt unverändert.

Variation B:

Variation B startet mit dem Dreiklang in der I. Umkehrung:

hybrid picking dominant 7 lick 01 Variation B

Normalerweise verwende ich diese Art von Licks , wenn ich in meine Soli eine Art aggressive Attitüde hinein bekommen will. Diese musikalische Linie funktioniert bei mir problemlos, egal ob Ich sie in einem Jazz-Blues oder einen Funk-Rock-Song anwende. Die Tatsache, dass der Zuhörer mit zwei unterschiedlichen Hörwelten abwechselnd konfrontiert wird, macht für mich diesen Improvisations-Lick so reizvoll.

Youtube:

Von | 11. Mai, 2018|

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